Anleitung für Locken mit Glätteisen

Viele Frauen wünschen sich zu besonderen Anlässen oder auch im Alltag eine herrliche Lockenpracht auf dem Kopf, aber nur die wenigsten wissen, dass das auch ohne langwierige Vorbereitung und umständliche Methoden möglich ist. Mit einem handelsüblichen Glätteisen lassen sich innerhalb kürzester Zeit traumhafte Locken zaubern und das ganz ohne den Zusatz strapazierender oder schädlicher Hilfsmittel.

Dabei ist die eigene Haarstruktur im ersten Augenblick nicht von Relevanz, vorausgesetzt man entscheidet sich beim Kauf eines Glätteisens für ein Modell, das für die eigene Haarstruktur geeignet ist. In unserer Testreihe haben wir beispielsweise einige Modelle des bekannten Herstellers GHD Glätteisen unter die Lupe genommen und ausführlich bewertet. Dieser Test kann als Ausgangsbasis für den zukünftigen Kauf eines Glätteisens dienen. Für all diejenigen, die bereits ein Glätteisen besitzen, präsentieren wir nachfolgend eine Anleitung, wie sich das eigene Kopfhaar mit wenigen Handgriffen in eine üppige Lockenmähne verwandeln lässt.

Anleitung: Locken mit Glätteisen

Schritt 1:

Bevor die eigentliche Prozedur beginnen kann, ist es zunächst notwendig, das Haar von eventuellen Stylingprodukten, wie Gel oder Haarspray zu befreien. Hierfür sollten die Haare ausgiebig gewaschen werden, denn Reste von Stylingprodukten können nicht nur das Ergebnis negativ beeinflussen, sondern außerdem auch das Glätteisen selbst schädigen. Das Haar muss außerdem, wie bei jeder Anwendung eines Glätteisens, trocken und gut durchgekämmt sein. Zum Schutz der Haarstruktur empfiehlt sich auf Wunsch die Vorbehandlung mit einem speziellen Hitzespray. Dies sollte aber unbedingt für die nachfolgende Anwendung eines Glätteisens geeignet sein. Eventuelle Hinweise hierzu finden sich auf dem Etikett des Pflegeprodukts.

Bild: Blonde, junge Frau mit Glätteisen zum Locken machenSchritt 2:
Um ein möglichst ordentliches Ergebnis zu erhalten, empfiehlt es sich, das Haar in einzelne Zonen zu unterteilen. Der Scheitel sollte vorab regulär gezogen werden. Dabei ist es nicht ratsam, den Scheitel bei einer Lockenfrisur anders als gewöhnlich zu positionieren, da Haare die Gewohnheit haben, stets auf ihren angestammten Platz zurückzufallen, was bei einer sorgfältigen Lockenfrisur anschließend etwas merkwürdig aussehen kann. Wenn das Haar in Partien unterteilt wurde, lohnt es sich, diese beispielsweise mit Klammern zu fixieren, um ein Durcheinandergeraten der abgeteilten Zonen zu vermeiden. So lassen sich eventuell mögliche Fehler bei der Anwendung schon im Vorhinein vermeiden.

Schritt 3:
Nun wird das Haar in einzelnen Strähnen bearbeitet, wobei es ratsam ist, immer direkt am oberen Haaransatz zu beginnen und sich dann nach unten durchzuarbeiten. Eine Strähne wird hierfür einfach zwischen zwei Finger genommen und möglichst nah am Haaransatz zwischen die Platten des optimal aufgeheizten Glätteisens geklemmt. Hierbei sollte darauf geachtet werden, dass die Strähne selbst nicht zu dick ausfällt: Alle Haare sollten Kontakt mit den heißen Platten haben und keine Haare sollten rechts oder links daneben herausrutschen können.

Schritt 4:

Je nachdem, ob die gewünschten Locken sich nach außen oder innen drehen sollen, wird nun das Glätteisen bewegt. Hierfür genügt es, das Glätteisen mit der zwischen den Platten positionierten Strähne ein Stück weit um die eigene Achse zu drehen. Eine Drehung nach oben führt zu nach außen gedrehten Locken, eine Drehung nach unten bringt nach innen gedrehte Locken mit sich. Die gedrehte Position des Glätteisens wird beibehalten, während der Glätter nun langsam vom Haaransatz zu den Haarspitzen gezogen wird. Je nachdem wie schnell das Glätteisen auf diese Weise bewegt wird, verstärkt sich die Intensität der Locken. Denn je mehr Hitze die Strähne bekommt, desto deutlicher tritt der Effekt zutage. Allerdings gilt hier wie überall die Devise – weniger ist mehr. Schließlich kann eine zu starke Hitzeeinwirkung das Haar schädigen.

Schritt 5:
Wenn die Strähne erfolgreich mit dem Glätteisen bearbeitet worden ist, ist es sinnvoll, die Strähne noch einmal um den Finger zu wickeln. Lockiges blondes HaarHierdurch wird der Lockeneffekt noch einmal verstärkt und dafür gesorgt, dass die Locke sich nicht gleich wieder aushängt. Anschließend wird das Haar Strähne für Strähne nach demselben Muster bearbeitet. Je sorgfältiger man hierbei arbeitet, desto ansehnlicher wird natürlich das Endergebnis. Da die Herstellung von Locken mit dem Glätteisen in Sachen Schnelligkeit und Perfektion reine Übungssache ist, muss man sich nicht ärgern, wenn das Ergebnis nicht gleich beim ersten Mal perfekt wird. Allerdings sollte einem bewusst sein, dass eine einmal bearbeitete Strähne durch eine weitere Bearbeitung mit dem Glätteisen sich nicht intensiver locken lässt. Hierfür müsste das Haar erneut gewaschen werden.

Schritt 6:
Während Stylingprodukte vor dem Einsatz eines Glätteisens absolut tabu sind, kann der Einsatz von Haarspray oder Haarlack nach der Herstellung von Locken mit dem Glätteisen nicht schaden. Durch derartige Produkte werden die Locken fixiert und daran gehindert sich gleich wieder in Wohlgefallen aufzulösen. Um die Haare jedoch nicht zu verkleben, empfiehlt es sich, Haarspray und Haarlack aus der vorgegebenen Entfernung aufzutragen.

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